Fragen & Antworten

Wann sollte mein Kind das erste Mal zum Kieferorthopäden?

Ab einem Alter von sechs Jahren sollte überprüft werden, ob eine Frühbehandlung (z. B. bei einem Kreuzbiss oder einem lutschoffenen Biss) notwendig ist. Die kieferorthopädische Hauptbehandlung findet normalerweise im Alter von neun bis 14 Jahren statt. Bei bestimmten Kieferstellungen kann es jedoch sinnvoll sein, den vollständigen Zahnwechsel oder das Körperwachstum abzuwarten. Wir beraten Sie gern zum optimalen Behandlungszeitpunkt für Ihr Kind.

Ist eine kieferorthopädische Therapie auch im Erwachsenenalter noch möglich?

Unter besonderer Berücksichtigung des Zahnhalteapparates und der Kiefergelenkfunktion sind Zahnbewegungen in jedem Alter möglich. Gerade bei Kiefergelenkproblemen oder vor der Eingliederung von Implantaten kann eine kieferorthopädische Therapie sehr empfehlenswert sein. Für unsere erwachsenen Patienten haben wir ausgewählte Behandlungszeiten am Vormittag reserviert und eine Abendsprechstunde am Donnerstag eingerichtet.

Was passiert beim ersten Beratungstermin?

Beim ersten Termin nehmen wir uns besonders viel Zeit, um Sie bzw. Ihr Kind zu beraten. Wir führen zunächst eine ausführliche Untersuchung durch und sprechen dann eine Empfehlung aus für das weitere Vorgehen. Um zu überprüfen, ob alle Zähne vorhanden sind, kann außerdem ein digitales Röntgenbild erstellt werden. Für Ihren Hauszahnarzt schreiben wir anschließend gern einen Befundbericht, um eine kooperative Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Welche Vorteile haben digitale Röntgenbilder?

Röntgenbilder sind für eine kieferorthopädische Therapie unverzichtbar. Unsere Praxis ist mit modernster digitaler Röntgentechnik ausgestattet, so dass die Strahlendosis deutlich reduziert ist im Vergleich zu konventionellen Röntgenbildern. Die digitalen Bilder können umweltfreundlicher hergestellt sowie archiviert werden und sind sofort am Behandlungsplatz verfügbar. Außerdem können wir Ihre Röntgenbilder nicht nur ausdrucken, sondern Ihnen auch die Bilddaten für Ihren Hauszahnarzt mitgeben, falls Sie dies wünschen.

Worauf sollte bei einer kieferorthopädischen Therapie besonders geachtet werden?

Zum Schutz der Zähne richten wir unsere größte Aufmerksamkeit auf die Zahnpflege und bieten neben einer Bracketumfeldversiegelung im Rahmen einer Behandlung mit einer festen Zahnspange auch ein Zahnschutzprogramm an. Durch spezielle Untersuchungen und funktionskieferorthopädische Geräte (z. B. Bionator) findet in unserer Praxis außerdem die Funktion des Kiefergelenks und die gesamte Körperhaltung eine besondere Berücksichtigung. Zum Schutz der Zahnwurzel achten wir selbstverständlich auf leichte Kräfte mit Hilfe von elastischen und feinen Bogenmaterialen.

Warum Osteopathie begleitend zur Kieferorthopädie?

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche manuelle Methode, die der Diagnose und Behandlung von Funktionsstörungen im menschlichen Körper dient. Wenn der Biss mit Berücksichtigung der Kiefergelenkfunktion eingestellt werden soll, sind als Voraussetzung eine spannungsfreie Wirbelsäule sowie ein gerades Becken wichtig. Deshalb sollten kieferorthopädische Maßnahmen zur Korrektur von Zahnfehlstellungen in Zusammenarbeit mit einer osteopathischen Untersuchung beziehungsweise Behandlung durchgeführt werden.

Herausnehmbare oder feste Zahnspange?

Dieses muss individuell anhand der klinischen Befunde entschieden werden, z. B. kann mit einem Bionator (herausnehmbare funktionskieferorthopädische Zahnspange) bei guter Mitarbeit eine stabile Bisshebung während des Zahnwechsels erfolgen. Viele Korrekturen können jedoch nur zufriedenstellend mit festsitzenden Zahnspangen durchgeführt werden, wenn zum Beispiel größere Zahnbewegungen notwenig sind oder ein Zahn gedreht oder eine Zahnachse verändert werden muss. Auch verlagerte Zähne, ein Höhenunterschied von Zähnen und starke Abweichungen von Unter- und Oberkiefer können meist nur mit Hilfe von festsitzenden Apparaturen korrigiert werden. Wir werden Sie zu allen Möglichkeiten individuell und ausführlich beraten.

Kann eine Zahnspange den Zähnen schaden?

Je nach Art der Zahnspange sollten in vier- bis achtwöchigen Abständen regelmäßige Kontrolltermine durchgeführt werden, um den Behandlungsverlauf zu kontrollieren. Durch die Verwendung von modernen Materialen (superelastische Bögen, selbstligierende Brackets) können inzwischen auch bei festen Zahnspangen sehr sanfte und leichte Kräfte erzeugt werden. Um Entkalkungen der Zahnoberflächen zu verhindern, führen wir vor der Behandlung mit einer festen Zahnspange eine Bracketumfeldversiegelung und begleitend zum Prophylaxe-Programm Ihres Zahnarztes ein KFO-Zahnschutz-Programm durch.

Bleibt das Behandlungsergebnis stabil?

Zähne haben lebenslang die Tendenz zu wandern. Deshalb empfehlen wir zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses nach der aktiven Behandlung herausnehmbare Retentionsschienen oder innenliegende Klebedrähtchen. Das Ziel ist der Erhalt eines lebenslang perfekten Bisses.

  • KFO für Kinder erklärt

    Deine Eltern haben einen Termin für Dich in unserer kieferorthopädischen Praxis vereinbart. Nun möchtest Du gerne wissen, was da passiert.

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    Um Kiefergelenksymptome frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden, über- prüfen wie bei jeder KFO-Behandlung die Funktion der Kiefergelenke.

    Lingualtechnik

    Die Lingualtechnik ermöglicht eine fast unsichtbare Behandlung mit einer festsitzenden Spange.
  • Ernährung

    Die gezielte Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln sollte mit einer guten Zahnpflege einhergehen.

    Zahnschutz

    Zum Schutz Ihrer Zähne bzw. der Zähne Ihres Kindes gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die wir Ihnen anbieten.

    Osteopathie

    Das Therapiekonzept der Osteopathie dient der Erhaltung oder der Wiederherstellung der Beweglichkeit des Gewebes.

    DVT / digitales Röntgen

    Das 3D-Röntgen ermöglicht uns bei besonderen Fragestellungen eine genaue Diagnose mit zusätzlichen Informationen.
  • Erwachsene

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    Schnarcherschienen

    Leichte- bis mittelgradige Schlafapnoen können mit einer Schnarcherschiene behandelt werden.

    KFO-Chirurgie

    Bei starken Fehlstellungen des Kiefers reicht häufig eine kieferorthopädische Behandlung allein nicht aus.

    Was zahlt die Kasse? /KIG

    Nach KIG-Ausprägungsgrad wird festgelegt, ob die Kosten für KFO-Behandlung von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden.